EIN STREIFZUG DURCH DIE VERGANGENHEIT

100 Jahre existiert schon die Tischtennisabteilung bei Eintracht Frankfurt. In dieser Zeit spielten zahlreiche tolle Sportlerinnen und Sportler mit dem Adler auf der Brust und feierten große Triumphe. Aber es gab auch einige Rückschläge. Ein Blick zurück.

1920er

Die Anfänge einer traditionsreichen Abteilung.

Im November 1924 wird die Tischtennisabteilung als Teil der Tennisabteilung gegründet. Erster Abteilungsleiter war Otto Abel. Fortan treffen sich die Mitglieder wöchentlich zum Ping-Pong-Spiel. Ende der 1920er Jahre wird der Spielbetrieb aufgenommen und auch die Damen kämpfen schon bald um Punkte.

1950er

Die Eintracht-Damen prägen diese Epoche und sind im Titelsammeln nicht aufzuhalten.

Nach dem zweiten Weltkrieg machen insbesondere die Damen von sich reden. Sie werden 1948, 1952, 1953, 1956, 1957, 1958 und 1959 Deutsche Meisterinnen. Im Jahr 1959 gewinnen sie zudem die erste Ausgabe des Deutschen Tischtennis-Pokals. Die Herren etablieren sich in der hessischen Spitzengruppe und werden 1957 Deutscher Vizemeister hinter dem Lokalrivalen TTC Mörfelden.


1960er

Erste Erfolge für die Herren und Wachablösung der Damen.

Der Siegeszug der Herren hält weiter an. 1962 und 1963 stehen sie im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Sie scheitern jeweils an TuSa Düsseldorf mit dem mehrfachen Deutschen Meister Eberhardt Schöler. 1966 verpassen die Herren die Qualifikation zur neu -

gegründeten Bundesliga, ein Jahr später steigen sie auf. Die Damen dagegen können nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Das Team wird 1966 aufgelöst.


1970er

Adlerträger etablieren sich als fester Bestandteil der Bundesliga und erleben goldene Zeiten.

1973 kann mit dem dritten Platz die beste Platzierung erreicht werden, die 1977 wiederholt wird. Zwei Spiele werden im europäischen Messepokal bestritten, die aber beide verloren gehen. Klaus Schmittinger bestreitet 40 Länderspiele während seiner Zeit bei der Eintracht.


1980er

Die Eintracht präsentiert den ersten Chinesen der Bundesliga.

Im Jahr 1980 verpflichtet die Eintracht als erster deutscher Tischtennisverein einen Chinesen. Neben Wang Qiangjiang wird auch der Südkoreaner Park Lee Hee in Frankfurt aufschlagen. Ein Jahr später sind beide wieder weg, die Eintracht steigt in die 2. Bundesliga ab und wird direkt in die Regionalliga durchgereicht. Nach zwei Jahren kehren die Herren zwar in die 2. Bundesliga zurück und spielen 1986 in der Relegation nochmal um den Aufstieg ins Oberhaus, doch die Zeit des erstklassigen Tischtennissports bei der Eintracht ist vorbei.


1990er

Der unaufhaltsame Abstieg der einst erfolgreichen Abteilung.

Aufgrund ausbleibender finanzieller Mittel ist 1991 das Abenteuer Profisport vorbei. Die erste Mannschaft wird in die zweite Verbandsliga zurückgezogen. Bis zur Jahrtausendwende rutschen sie gar bis in die Bezirksklasse ab. Zeitweise spielen nur noch drei Mannschaften mit dem Adler auf der Brust.


2000er

Neuer Anlauf mit dem Beginn der Nachwuchsarbeit.

Zehn Jahre lang bewegen sich die Herren zwischen Bezirksoberliga und Bezirksklasse. Große Erfolge bleiben aus. Ende des Jahrzehnts wird wieder mit der Nachwuchsarbeit begonnen.


2010er

Die ersten Erfolge durch den Nachwuchs stellen sich ein.

Die große Überraschung gab es 2014. Mit den Jungen U15 wird erstmals eine Nachwuchs-Tischtennismannschaft der Eintracht sensationell Deutscher Meister. Mit dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die Verbandsliga im Jahr 2017 beginnt eine neue Zeitrechnung. 2019 folgt der Aufstieg in die Hessenliga, 2020 führt der Weg in die Oberliga und damit zurück auf Bundesebene.


Heute

Fünfter Aufstieg der ersten Herren seit 2017 und Rückkehr in die 3. Bundesliga.

Nach einer längeren Coronapause gelingt 2023 der Aufstieg der ersten Herren in die Regionalliga, an dem sie im Jahr zuvor noch in der Relegation hauchdünn scheiterten. Pünktlich zum 100-jährigen Abteilungsjubiläum knallen die Sektkorken erneut. Die Adlerträger steigen in die 3. Bundesliga auf.