Abenteuer Dallas Cup
Auch in diesem Jahr machten sich die U17-Juniorinnen auf den Weg in die USA, um ebenso wie die U14-Junioren am Dallas Cup 2026 teilzunehmen. Für viele war es das erste Mal in den Vereinigten Staaten, die Aufregung vor dem Flug war dementsprechend groß. Vor den Mädels lagen spannende Herausforderungen, aufregende Begegnungen und unvergessliche Erlebnisse.

Text: Selina Marker
Fotos: Dominic Dylka

Nach einem langen Reisetag lernten die Spielerinnen zunächst ihre Gastfamilien kennen, bei denen sie die beiden Wochen verbrachten. Doch viel Zeit, um sich einzuleben, blieb nicht. Schon am nächsten Morgen ging es für die Mannschaft direkt in die Trainingsphase. Zwei Tage lang standen Taktik, Teamgeist und der letzte Feinschliff auf dem Programm, bevor der Startschuss im Turniergeschehen fiel.

Im Auftaktspiel am 29. März gegen den Solar SC zeigten die Adlerträgerinnen von Anfang an, dass sie bereit sind. Nach einer starken Leistung stand am Ende ein klarer 8:0-Sieg und damit der perfekte Start ins Turnier. Gefeiert wurde der erste Erfolg anschließend bei der offiziellen Eröffnungsfeier des Dallas Cup im Cotton Bowl Stadium. Im Getümmel konnten die Mädels die geballte internationale Turnieratmosphäre aufsaugen. Insgesamt boten die Turnierwochen auch abseits des Platzes genug Gelegenheit, sowohl als Team zusammenzuwachsen als auch neue Kontakte zu knüpfen. Beim „Get Together“ mit allen teilnehmenden Turnier-Mannschaften konnten sich die Juniorinnen austauschen und gemeinsam Spaß haben.

Gleich am nächsten Tag wartete die zweite Partie gegen Atlético Dallas. Das Duell begann zunächst holprig. Zur Halbzeit lagen die Adlerträgerinnen mit 0:1 hinten. Doch nach der Pause zeigten sie ein anderes Gesicht, spielten mit voller Energie auf und drehten das Spiel zu einem 3:1-Erfolg. Nach diesem Sieg wartete eine besondere Belohnung auf sie, denn gemeinsam mit den Jungs besuchten sie das NBA-Spiel der Dallas Mavericks gegen die Minnesota Timberwolves. Auch der nächste Tag brachte ein echtes Highlight mit sich: Statt auf dem Platz zu stehen, packten die Juniorinnen bei Feed My Starving Children, einer gemeinnützigen Organisation, an und halfen beim Packen von Lebensmittelpaketen für Kinder in Not.

„Wir haben den Verein würdig vertreten und starke Leistungen gezeigt.“
Christian Yarussi

Zurück auf dem Feld wartete das Gruppenfinale gegen den Solar SC. Noch einmal zeigten die Eintrachtlerinnen, wie stark sie in Form waren und siegten souverän mit 5:0. Damit stand der Einzug ins Viertelfinale fest. Trainer Christian Yarussi war begeistert: „Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft. Es gibt nichts Schöneres, als international zu spielen und dabei den Adler auf der Brust zu tragen.“ In der Runde der letzten acht trafen die Adlerträgerinnen auf Samoa YNT, das U17-Nationalteam des Inselstaats Samoa. Die Partie war hart umkämpft, das Spiel fand vor allem im Mittelfeld statt, doch die Adlerträgerinnen gaben nie auf und belohnten sich am Ende mit einem 1:0-Erfolg. Der Jubel war riesig, denn die Mädels hatten sich damit einen Platz unter den vier besten Mannschaften des Turniers erkämpft.

Am 3. April stand das Halbfinale gegen den Sting SC auf dem Programm. Als Topverein in der Nachwuchsförderung ist der Klub im ganzen Land bekannt und hat überall in den USA seine Standorte. In der Partie zeigte sich die hohe Qualität des Gegners, doch die Eintrachtlerinnen gaben alles und blieben auf Augenhöhe mit den Amerikanerinnen. Chancen gab es auf beiden Seiten, bis zum Schluss blieb es packend und umkämpft. Nach der regulären Spielzeit stand es 0:0, das Aufeinandertreffen musste also im Elfmeterschießen entschieden werden. Dort lieferten sich beide Teams ein nervenaufreibendes Duell. Am Ende behielt der Sting SC mit 4:3 knapp die Nase vorn. Für die Eintracht war damit im Halbfinale Endstation.

Dennoch haben die Juniorinnen allen Grund, stolz auf sich zu sein. Auch Trainer Yarussi betonte nach der Partie: „Wir haben keine einzige Partie in der regulären Spielzeit verloren und im gesamten Turnier nur ein Gegentor kassiert. Die Mannschaft hat alles gegeben und ich bin sehr stolz auf sie. Wir haben den Verein würdig vertreten und starke Leistungen gezeigt.“ Was ihnen bleibt, sind unvergessliche Momente, internationale Begegnungen und eine ganz besondere Reise.