Eintracht bewegt sich im Alter
Mit Bewegungsangeboten für die Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenresidenz GDA Frankfurt am Zoo möchte Eintracht Frankfurt zu mehr Aktivität motivieren und das Wohlbefinden sowie die Gemeinschaft stärken.

In vielen Seniorenheimen fehlt es an regelmäßigen, qualifiziert angeleiteten Bewegungsangeboten. Dabei trägt Bewegung im Alter maßgeblich zum Erhalt von Mobilität bei und fördert Freude, soziale Teilhabe und Selbstbestimmung.

Die Turnabteilung von Eintracht Frankfurt hat sich mit dem Projekt „Eintracht bewegt im Alter“ das Ziel gesetzt, fachlich angeleitete, sichere und freudvolle Bewegungsangebote an die Bewohnerinnen und Bewohner von Senioreneinrichtungen weiterzugeben. Derzeit läuft dazu eine Pilotphase in der Seniorenresidenz GDA Frankfurt am Zoo. Zweimal wöchentlich finden dort nun zweistündige Bewegungsangebote statt.

Mit Unterstützung von erfahrenen Trainerinnen und Trainer der Eintracht stärken die Seniorinnen und Senioren ihre körperliche Beweglichkeit, Muskelkraft, Koordination sowie ihr Gleichgewicht. Außerdem tragen die Bewegungsangebote dazu bei, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner stärker miteinander verbunden fühlen, soziale Kontakte entstehen und das allgemeine Wohlbefinden verbessert wird. Die Intention ist dabei, dass sich die Seniorinnen und Senioren nach mehreren Einheiten dazu befähigt fühlen, den Kraftraum auch eigenständig zu nutzen. Nach den ersten Wochen wird das derzeitige Projekt evaluiert und angepasst, sodass die Bewegungsangebote im Sommer auch auf andere Seniorenheime ausgeweitet werden können.

Für die Turnabteilung ist „Eintracht bewegt im Alter“ ein absolutes Herzensprojekt. Die Projektkoordinatorin Gabriele Kesting erzählt: „Aus fast 25 Jahren Seniorenarbeit sind mir die Bedürfnisse der älteren Generation sehr gut bekannt. Dazu gehört auch die Erfahrung, dass Sport im fortgeschrittenen Alter – trotz der Wichtigkeit – oft zu kurz kommt. So haben wir entschieden, Bewegungsangebote in die gewohnte Umgebung der Seniorinnen und Senioren zu bringen.“ Diese wohnortnahe, inklusive Form der Bewegungsförderung ermöglicht es, Barrieren abzubauen und allen Menschen – unabhängig von Alter oder körperlicher Verfassung – Teilhabe am sportlichen und sozialen Leben zu ermöglichen. Die Verbindung zur Eintracht ist für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine zusätzliche Motivation. Gabriele Kesting kann sich noch gut an den ersten Termin in der Seniorenresidenz erinnern: „Als wir den Eintracht Bus parkten, kamen bereits Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenresidenz winkend auf uns zu. Neben ihrer Lebensgeschichte erfuhren wir, wie lange sie zum Teil bereits Vereinsmitglied sind, wen sie alles kennen und wie sie, auch mit Kindern und Enkelkindern, die Eintracht verfolgen. Das war sehr herzerwärmend.“

Die Projektkoordinatorin zieht ein positives Zwischenfazit: „Wir möchten gemeinschaftlich Freude in die Seniorenheime bringen. Das gelingt uns sehr gut und wir bekommen viel von den Seniorinnen und Senioren zurück.“ Damit zeigt das Pilotprojekt „Eintracht bewegt im Alter”, wie Bewegung verbindet und Freude schafft. Außerdem fand in diesem Rahmen Mitte April auch ein Rollator-TÜV zusammen mit dem Sanitätshaus Förster in der Seniorenresidenz GDA statt, um die Sicherheit und Funktionalität der Rollatoren zu überprüfen und den Seniorinnen und Senioren wertvolle Tipps in der Nutzung mit an die Hand zu geben.