Fakt oder Mythos
Grillen ist krebserregend?

Fakt

Ja, das ist ein weit verbreiteter Mythos, der teilweise wahr ist,caber auch oft übertrieben dargestellt wird.

Es gibt tatsächlich einige wissenschaftliche Hinweise darauf, dass beim Grillen von Fleisch krebserregende Stoffe entstehen können. Deshalb haben wir die wichtigsten Punkte für euch zusammengefasst:

Potenziell krebserregende Stoffe:

       Wenn Fleisch bei sehr hohen Temperaturen gebraten oder gegrillt wird, entstehen heterozyklische aromatische Amine (HAA). Diese sind im Verdacht, zur Erhöhung des Krebsrisikos beizutragen.

       Der Rauch, der entsteht, wenn Fett oder Fleischsaft in die Glut oder auf heiße Kohle tropft, enthält polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese können sich auf dem Fleisch ablagern oder eingeatmet werden.

Wie kann das Risiko reduziert werden?

       Indirektes Grillen: Das Fleisch nicht direkt über die Flamme legen, sondern bei moderater Hitze in gewissem Abstand zur Hitzequelle garen

       Grillmethode: Grillen auf Holzkohle führt zu höherer Bildung schädlicher Stoffe im Vergleich zu Elektro-/Kontaktgrill-Varianten

       Marinieren: Polyphenolhaltige Marinaden (mit Kräutern etc.) scheinen die Bildung krebserregender Stoffe zu verringern.

       Verbranntes Fleisch meiden: Schwarze, verkohlte Stellen besser entfernen.

       Fleischauswahl: Wähle unverarbeitete, fettarme Fleischsorten.

       Grillschalen verwenden: Sie verhindern, dass Fett in die Glut tropft und Rauch entsteht.

Fazit

Grillen schmeckt zwar gut, zählt im Vergleich zu schonenden Garmethoden jedoch nicht zu den gesündesten Zubereitungsarten. Grund dafür sind Stoffe, die bei starker Hitze auf dem Grill entstehen können.

Die gute Nachricht: Wer einige Tipps beachtet, kann das Risiko jedoch deutlich reduzieren. In Maßen ist Grillen daher unbedenklich.