Meister in Spanien, Projektarbeiter
Das Team hinter dem Team ganz persönlich. In unserer Rubrik Teamwork gibt’s spannende Einblicke in die Jobs der Staffmitglieder. Heute:
Lucas Trittel
Reha-Trainer
So alt bin ich: 33
Ich bin aufgewachsen in: Barcelona
Das liebe ich an meiner Heimatstadt: Mediterranes Essen, Wetter, Kultur, Lebenseinstellung
Mein Stammplatz im ProfiCamp: Trainingsplatz, Gym, Behandlungsraum
Ich arbeite bei der Eintracht seit: 2021
Das habe ich gelernt: Ich habe mich fachlich und menschlich gemeinsam mit unserem Team weiterentwickelt.
Das ist meine Jobbeschreibung: Reha-Trainer und Sportphysiotherapeut
Was ist wichtig in meiner Position: Den Spagat zwischen (Auf-)Belastung und Heilung des Gewebes zu kontrollieren und zu optimieren, um nicht nur eine schnellst-, sondern auch bestmögliche Rückkehr in den Sport zu gewährleisten.
So sieht mein Heimspieltag aus: Die Spieler, die aufgrund ihrer Verletzung in der Reha sind und nicht im Kader stehen, trainieren und behandeln. Das läuft parallel zur Spieltagsvorbereitung, indie ich jedoch nicht interveniere. Im Anschluss schaue ich mir in der Regel das Spiel im Stadion an.
So sieht ein Trainingstag der Mannschaft für mich aus: Zunächst haben wir eine medizinische Besprechung, gefolgt durch erste Behandlungen vor dem Training. Weiter geht es mit dem Trainingsteil, egal ob im Gym oder auf dem Platz. Wenn eine Platzeinheit möglich ist, wird im Anschluss eine Gym-Einheit hinterhergeschoben. Auf den Trainings- folgt ein erneuter Behandlungs-Block. Abgerundet wird der Tag mit einer erneuten medizinischen Besprechung sowie derDokumentation und Planung der folgenden Einheiten. Im Großen und Ganzen orientiert sich ein Trainingstag in der Reha zwar grob an dem zeitlichen Rahmen derMannschaft, läuft aber weitgehend autark und parallel ab. Die verletzten Spieler sollen den Kontakt zum Rest der Mannschaft nicht verlieren, haben aber ihren eigenen separaten Rhythmus.
So sieht eine Auswärtsreise für mich aus: Bei Auswärtsspieltagen reise ich nicht mit, stattdessen bleibe ich mit den verletzten Spielern in Frankfurt und kümmere mich dort um sie. Im ProfiCamp sind wir bestens ausgestattet und haben Top-Bedingungen für eine hochwertige und optimale Reha.
Das Beste an meinem Job: Jede Verletzung ist wie ein kleines oder auch größeres Projekt, bei dem ich von Anfang bis Ende dabei bin und die Verantwortung habe – auf dem Platz, im Gym und auf der Behandlungsbank. Man lernt „den Menschen hinter dem Spieler“ besser kennen und entwickelt einen anderen Draht zu ihm. Auf der einen Seite kann man auf die Bedürfnisse des Spielers eingehen, auf der anderen Seite muss man die Jungs mental und körperlich fordern. Niemand ist gerne in der Reha und dennoch bietet es die Möglichkeit, mehr über sich und seinen Körper zu lernen. Reha ist geprägt von regelmäßigen Fortschritten, mal größeren, mal kleineren. Die Motivation durch Etappenziele hochzuhalten und am Ende die Rückkehr ins Mannschaftstraining zu begleiten, das ist ein sehr erfüllender Teil dieses Jobs; besonders, weil das Umfeld fantastisch ist.
Dieser Spieler ist der Musterspieler in meinem Bereich: Rasmus Kristensen
Auf diese sportliche Leistung (nicht zwingend im Fußball) bini ch stolz: Spanischer Meister 29er (Segeln); Top 25 bei der Weltmeisterschaft 29er (Segeln); HYROX Sub60 (Barcelona 2025)
Das mache ich für mein Leben gern: Sport jeglicher Art, Essen mit Freunden, Zeit mit der Familie – am besten alles am Meer
Wenn ich mich nicht mit der Eintracht beschäftige, mache ich das am liebsten: Familie, Padel, HYROX
Mein Eintracht-Moment: Unser Sieg in Barcelona in der Europa-League-Saison 2021/22, die mit dem Titel endete.