Wasser Marsch!
Die Eintracht-Familie genießt die Sommerpause. Die Kollegen aus dem Eintracht-Museum haben in der Geschichte gekramt und zahlreiche Ferien- und Schwimmbelege aus der Historie zutage gefördert.
Gerlachsche Badeanstalt
1891 gab es die Eintracht noch gar nicht. Vor lauter Langeweile ging der gemeine Frankfurter damals in die Gerlachsche Badeanstalt und konnte dort auf einer 50-Meter-Bahn schwimmen. Die Gerlachsche Badeanstalt war ein Bassin, das einfach in den Main gehängt wurde. Informationen über die damalige Wasserqualität möchte die Redaktion gar nicht erfahren. Frauen mussten damals übrigens ein Extra-Frauenschwimmbad besuchen. Das hing auch im Main, die Wasserqualität war dieselbe.
Ohne Schwimmabteilung
Das gibt’s doch nicht! Jetzt hat die Eintracht so manchen Rekord geknackt, und das Qualitätssiegel vom größten mit angeschlossenem Profifußball prangt über allem. Aber: Bei 160.000 Mitgliedern existiert weiterhin keine eigenständige Schwimmabteilung. Früher war jedenfalls alles besser, auch wenn der Verein damals nur rund 3.000 Mitglieder zählte. Der strenge Arbeitsplan für Mai und Juni 1925 stammt von der Schwimmabteilung der Eintracht, den Aufruf, die Schwimmstunde der Eintracht zu besuchen, gab‘s 1930.
Das Stadionbad
Das Stadionbad an der Mörfelder Landstraße war einst das erste Frankfurter Schwimmbad, das ohne Fluss auskam. Im Vordergrund erkennt man die Stadionhotel-Terrasse und den Struwwelpeterbrunnen, der bis heute im Schwimmbad steht. Im Hintergrund die große Tribüne der Radrennbahn, die leider 2002 abgerissen wurde. Das Schwimmbad gibt’s bis heute, übrigens das einzige in Frankfurt mit Zehn-Meter-Sprungturm!
Die Eistonne
Wenn es im Sommer so richtig heiß ist, hilft nur noch die Eistonne. Das geht den Menschen wie den Fußballern. Trotzdem sieht Timmy Chandler in der Eistonne in Windischgarsten nicht gerade glücklich aus. Die Redaktion vermutet, dass das Wasser 12,4 Grad kalt war. Das ist selbst für ein Abkühlbecken zu kalt …
Eistonne im See
Weitaus glücklicher sehen (v.l.) Janina Hechler, Sophia Kleinherne und Anna Aehling auf dem Foto aus einem Bach im Schwarzwald aus. Das Bild stammt aus dem Trainingslager der Eintracht Frauen im Sommer 2023.
Riesenrutsche
Immer wieder beliebt sind Motive von Fußballern auf Riesenrutschen. Das war auch schon vor über 30 Jahren so. Eintrachts Norweger Jörn Andersen, dessen Nation jetzt zur Rückkehr auf die WM-Bühne ganz besondere Einfälle hat (Stichwort Wikinger-Krieger auf dem Teamfoto), übt auf der Riesenrutsche im unvergessenen Rebstockbad schon mal den Torjubel, den er in den folgenden Monaten bei der Eintracht perfektionierte. Am Ende gewann Andersen die Torjägerkanone.
Abkühlung im See
Im Trainingslager in Gais gab es im Sommer 2017 direkt neben den Plätzen einen kleinen Teich. Das hüfthohe Gewässer wurde von der gesamten Eintracht zur Schnellabkühlung genutzt. Beim genauen Hinsehen erkennt man am anderen Ufer den Horst-Ehrmantraut-Stuhl. Den gab’s in Gais zuhauf!