Doppelter Klassenerhalt
Drei Teams in den ersten drei Ligen: Auch die U20 und U19 der Eintracht Frauen spielten in der abgelaufenen Saison höherklassig. So beenden die Juniorinnen ihre Spielzeit.
U20 (Zweite Bundesliga)
Furiose Aufholjagd
Kein Sieg in der Hinrunde, nur fünf Punkte auf dem Konto: Die zweite Mannschaft der Eintracht Frauen stand zur Saisonhalbzeit weit unter dem Strich. Durch eine eindrucksvolle Aufholjagd beendeten die U20-Frauen die Saison auf Platz acht von 14 Mannschaften und haben als einzige Zweitvertretung die Klasse gehalten. Der FC Bayern München II und der VfL Wolfsburg II müssen mit Warbeyen runter, neben Hoffenheim II (direkt) steigen über Aufstiegsspiele Saarbrücken oder die Hertha sowie 1. FC Köln II oder Kiel auf.
Nach dem Wechsel der ehemaligen Cheftrainerin Julia Simic ins Frauennationalteam der Schweiz übernahm Kim Fellhauer, zuvor Co-Trainerin von Simic, den Posten zum neuen Jahr bei noch ausbleibenden zwölf Spielen und sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer. Die 28-Jährige, die derzeit ihre A-Lizenz absolviert, holte mit ihrem Team satte 25 Zähler.
Am Ende der Saison betrug der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sechs Punkte. Ein Ergebnis, das auch ein großes Verdienst der neuen Cheftrainerin ist, die ihren Vertrag verlängert hat und damit auch in der kommenden Runde an der Seitenlinie stehen wird. Beste Torschützin war Mira Arouna mit acht Treffern, in jedem Spiel zum Einsatz kamen Kerstin Bogenschütz und Carlotta Schwoerer.
U19 (Regionalliga Süd)
Auswärtsstark
Die Mannschaft von Trainer Benjamin Becker, nominell das dritte Frauen-Team der Eintracht, traf in der Zwölfer-Gruppe (FSV Hessen Wetzlar zog bereits im September zurück) unter anderem auf die Zweitvertretungen der (Zweit-)Bundesligateams aus Hoffenheim (1.), Freiburg (6.) und Sand (7.) sowie auf die Hessenrivalen Kickers Offenbach (3.), Hessen Kassel (8.) und die von Ex-Eintracht-Profi Reinhold Jessl trainierte SG Haitz (11.) aus dem Gelnhäuser Stadtteil.
Vor allem die Auswärtsstärke im Saisonverlauf erwies sich als entscheidender Faktor im Kampf um den Klassenerhalt sowie die Aufholjagd in der Rückrunde. Mit acht Siegen aus 22 Partien, fünf davon in der Rückrunde und gleich deren sechs auf fremden Geläuf (unter anderem in Offenbach und Hoffenheim, damit drittbeste Auswärtsmannschaft), sicherten sich die Adlerträgerinnen zwei Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt und liefen auf Rang neun ein.
Maßgeblichen Anteil daran hatte Sari Kobayashi, die mit neun Treffern in nur 15 Spielen beste Torschützin der Eintracht war. Trotz einer Niederlage im letzten Spiel zog Becker ein positives Fazit: „Wir haben unser Ziel, den Klassenerhalt, erreicht und wollen die Pause nun nutzen, uns auszuruhen und mit voller Energie und Konzentration in die neue Saison zu gehen.“