Alexander Richter
Leiter Nachwuchsleistungszentrum über …
… die Vorfreude auf die neue Spielzeit
Man merkt in sämtlichen Jahrgängen, dass alle heiß auf die neue Saison sind. Bei mir ist die Vorfreude auf die Begegnungen, die wir haben werden, ebenfalls sehr groß. Mit der Regionalliga liegt ein sehr herausfordernder Wettbewerb vor uns, da freue ich mich auf richtig gute Spiele, genauso wie auf die Partien in den Nachwuchsligen. Ich hoffe, dass wir in allen Jahrgängen eine starke Saison spielen und die Jungs so gut entwickeln, dass sie es vielleicht irgendwann in den Profifußball schaffen.
… Entwicklungen auf den Trainerpositionen
Patrick Glöckner und Simon Schuchert sind ganz hervorragend in ihre Aufgaben hineingewachsen und arbeiten nicht nur sehr gut mit ihrem Staff zusammen, sondern bringen auch unsere Ausbildungsphilosophie auf den Platz. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und hoffe, dass wir mit beiden Kontinuität auf diesen Trainerpositionen schaffen. An erster Stelle steht, Trainer zu haben, die sich selbst stetig so weiterentwickeln wollen, dass unsere Spieler von ihrer Qualität profitieren können.
… die Aufgabe in der Regionalliga
Ich glaube, dass die Südwest-Staffel die stärkste aller Regionalligen ist. Da sind Top-Gegner dabei, gegen die sich unsere junge Mannschaft behaupten muss. Das werden sehr herausfordernde Spiele, auf die wir uns freuen. Gleichzeitig haben wir die klare Erwartunghaltung, einen guten Mix zwischen der Ausbildung der Spieler und dem Anspruch zuschaffen, möglichst viele Punkte zu holen und Spiele zu gewinnen. Unser Ziel wird auf jeden Fall sein, die Liga zu halten und, dass möglichst viele unserer Talente den Sprung in den Profibereich schaffen. Aber dafür werden wir hart arbeiten müssen, das ist kein Selbstläufer.
… die Bedeutung des Übergangsbereichs für die Talententwicklung
Die U19 und U21 bilden den Übergangsbereich zu den Profis, bei denen viele unserer Talente schon regelmäßig mittrainieren und auch für Spiele in Frage kommen. Daher haben diese Jahrgänge maximale Bedeutung für uns. Wir setzen uns im Übergangsbereich regelmäßig zusammen, verfolgen das Entwicklungspotenzial unserer Spieler und begleiten sie eng und individuell. Unser Ziel muss es sein, noch mehr Spieler für Eintracht Frankfurt, für den Deutsche Bank Park zu Profis auszubilden. Davon werde ich auch nicht abkommen. Und diejenigen, für die das Niveau eventuell doch noch zu hoch ist, wollen wir so weit bringen, dass sie es bei einem anderen Verein schaffen, sich im Profifußball zu etablieren. Dafür brauchen wir in allen Bereichen absolute Top-Qualität, sei es auf oder neben dem Platz.
… die verschiedenen Wettbewerbsformate im Nachwuchsbereich
Ich glaube, die neue Sonderspielrunde in der U14 wird sehr gut für die Entwicklung in diesem Jahrgang sein. Wir haben in der Hessenliga zuletzt immer gegen ältere Mannschaften gespielt, die körperlich viel stärker waren als wir und bei denen es auch darum ging, Meister zu werden, aufzusteigen oder die Klasse zu halten. Wenn du auf der anderen Seite darauf achtest, nicht nur früh im Jahr geborene oder weit entwickelte Spieler in deinen Reihen zu haben, sondern solche, die eine starke Talentprognose auf- weisen, dann sind ausgewachsene U15-Mannschaften häufig nicht die richtigen Gegner. In der Ausbildung werden wir daher davon profitieren, im Ligabetrieb auch in diesem Jahrgang gegen gleichaltrige NLZ-Teams anzutreten – dafür war dieser Schritt unumgänglich. Wir freuen uns auf den neuen Wettbewerb. Auch in der U15 und der U16 bahnt sich an, dass wir in Zukunft nicht mehr im klassischen Ligabetrieb antreten, sondern Schritte in Richtung neuer Systeme, aber auch neuer Spielformate gehen. Das ist ein sehr spannender Prozess, in dem sich der deutsche Nachwuchsfußball gerade befindet. Aus meiner Sicht entwickelt er sich da in die richtige Richtung und ich finde, wir haben da ein großes Potenzial und drehen aktuell an den richtigen Stellschrauben.
Jürgen Müller
Abteilungsleiter Fußball über …
… die Vorfreude auf die neue Spielzeit
Die Vorfreude auf die kommende Spielzeit ist ganz klar da. Alle wiederzutreffen und am Wochenende gemeinsam auf dem Platz zu stehen, den Mädchen zuzuschauen, wie sie kämpfen und sich weiterentwickeln, macht schon viel Spaß. Vor allem zu sehen, wie sie sich gegen die Jungs behaupten und sich den Schneid nicht abkaufen lassen. Die Vorfreude ist schon sehr groß, das muss man sagen.
… Entwicklungen auf den Trainerpositionen
Dass die Trainerteams größtenteils zu- sammenbleiben, finde ich persönlich sehr wichtig. So ist immer eine gewisse Kontinuität gegeben. Jeder weiß, was er im Verein zu tun hat und es ist auch angenehmer, so zu arbeiten. Unsere Trainerinnen und Trainer bilden sich zudem regelmäßig über die Angebote des HessischenFußball-Verbands weiter. Dadurch kommen auch immer wieder neue Themen und Impulse dazu. Die Mädchen werden bei uns sehr individuell betreut. In jeder Mannschaft haben wir einen Trainer, einen Co-Trainer, einen Athletiktrainer, einen Torwarttrainer, eine Physiotherapeutin und eine Betreuerin. Ich denke, dass wir da einen sehr großen Schritt gemacht haben. Aus der vergangenen Saison konnten wir aber auch mitnehmen, dass wir im Athletik- und mentalen Bereich noch an einer optimalen Betreuung der Mädchen arbeiten müssen.
… die Aufgabe in der Regionalliga
Die U19 als Regionalligamannschaft ist für uns ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Nachwuchsarbeit. Bei den Mädchen ist es so, dass nach der U17 oftmals die Zeit im Juniorinnenfußball endet und sie anschließend direkt in den Frauenbereich wechseln müssen. Dieser Sprung ist ziemlich groß und den schaffen eigentlich nur die Supertalente. Darum finde ich die U19 als Zwischenstufe, ähnlich wie bei den Jungs, sehr wertvoll. Die Herausforderung in der Regionalliga ist aber groß. Da spielen teilweise 17-jährige Mädchen gegen erwachsene Frauen. Sich dort durchzusetzen, ist anspruchsvoll. Aber für die Entwicklung der Spielerinnen ist das der nächste wichtige Schritt.
… die Bedeutung des Übergangsbereichs für die Talententwicklung
Die U19 ist sehr wichtig. Von dieser Altersklasse geht es weiter in die zweite Frauenmannschaft und dann, wenn alles gut läuft, in die erste Mannschaft. In den jüngeren Jahrgängen ist es noch so, dass 80 bis 90 Prozent der Mädchen gemeinsam in die nächste Mannschaft hochgehen. Ab der U17 wird es schon enger und je weiter es nach oben geht, desto spitzer wird die Auswahl. Darum ist die U19 für die Entwicklung unserer Mädchen so wichtig. Dort haben wir noch eine gewisse Breite, während bei der zweiten Mannschaft schon genauer geschaut wird, wer es wirklich schaffen kann.
… die verschiedenen Wettbewerbsformate im Nachwuchsbereich
Der Spielbetrieb, der DFB-Pokal und auch Vergleichsturniere gegen andere Juniorinnenmannschaften sind für unsere Abteilung sehr wichtig. In der Meisterrunde spielen wir immer gegen Jungs, wo die Mädchen Woche für Woche kämpfen müssen. Gleichzeitig haben wir dort keinen direkten Vergleich mit anderen Mädchen. Darum spielen wir gerne im DFB-Pokal oder nehmen an Vergleichsturnieren gegen andere Juniorinnenteams teil. Dort können wir sehen, auf welchem spielerischen und taktischen Stand wir stehen und in welchen Bereichen wir noch weiterarbeiten müssen. Die unterschiedlichen Wettbewerbe stellen die Mädchen natürlich auch immer wieder vor andere Herausforderungen. Aber egal, ob es gegen den Tabellenletzten, den Ersten oder im DFB-Pokal gegen eine starke Juniorinnenmannschaft geht – sie nehmen jedes Spiel gleich ernst und geben alles.