Die Grundlage für eine erfolgreiche Saison
Noch bevor der erste Anpfiff ertönt, beginnt auf dem Trainingsplatz die Arbeit für eine erfolgreiche Saison. Die Athletiktrainerinnen und Athletiktrainer fördern mit ihrer Expertise im leistungsorientierten Fitnesstraining Schnelligkeit, Kraft und Bewegungstechniken. Auch in der neuen Saison ergänzen sie die Trainerteams der Juniorinnen. Michaela Strauß (U17), Tim Harris (U15) und Thomas Risolo (U13) begleiten die Spielerinnen durch die Saison.
Der erste Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Saison besteht darin, die Juniorinnen genau kennenzulernen und ihre individuellen Voraussetzungen zu verstehen. Zu Beginn der Vorbereitung geht der Blick der Athletiktrainerinnen und Athletiktrainer deshalb zunächst auf den aktuellen Leistungsstand: Wo stehen die Spielerinnen und welche Entwicklungsschritte sind notwendig? Athletiktrainer Tim Harris erklärt: „Wir müssen wissen, womit wir arbeiten können.“ Jede Spielerin bringt unterschiedliche Stärken und Voraussetzungen mit, weshalb eine individuelle Betrachtung entscheidend ist. Darauf aufbauend werden die Trainingsinhalte geplant und an die Bedürfnisse der Mannschaft angepasst.
„Unser Ziel ist es, die Spielerinnen athletisch auf ein gemeinsames Niveau zu bringen und sie bestmöglich auf die Saison vorzubereiten“, beschreiben Athletiktrainerin Michaela Strauß und Athletiktrainer Thomas Risolo den Schwerpunkt der Vorbereitung. Besonders wichtig ist dabei der Aufbau einer stabilen körperlichen Basis. Schnelligkeit, Kraft, Stabilität und Ausdauer stehen ebenso im Fokus wie eine technisch saubere Bewegungsausführung. Tim Harris betont: „Es braucht nicht immer viel Gewicht, um Kraft aufzubauen. Entscheidend ist die Bewegungsqualität.“ Denn bevor Belastungen erhöht werden können, müssen die Grundlagen stimmen. Die Athletiktrainerinnen und Athletiktrainer legen großen Wert darauf, klare Bewegungsmuster zu entwickeln und die Spielerinnen langfristig belastbar zu machen. „Übungen zur Stabilisation, Koordination, Mobilität und zur sauberen Bewegungsausführung sind feste Bestandteile jeder Einheit“, erklärt Thomas Risolo. Bei der U17 liegt der Fokus zusätzlich darauf, die Spielerinnen auf einen hohen Gegner- und Zeitdruck vorzubereiten sowie den Ausdauer- und Ermüdungswiderstand zu steigern.
Neben dem gemeinsamen Training spielt die individuelle Arbeit eine wichtige Rolle. Unterschiedliche körperliche Voraussetzungen, Stärken und Entwicklungsfelder erfordern unterschiedliche Schwerpunkte. Die Athletiktrainerinnen und Athletiktrainer nehmen sich zum Ziel, Defizite abzubauen und gleichzeitig die individuellen Stärken jeder Spielerin weiter auszubauen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Physiotherapie und den Trainerteams können Leistungsentwicklung und persönliche Förderung miteinander verbunden werden.
Ein wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung ist dabei die Verletzungsprävention. Durch pointierte Übungen und eine kontrollierte Belastungssteuerung sollen die Spielerinnen gesund durch die Saison kommen. Gerade im Frauenfußball gewinnen die Prävention und Rehabilitation von Knieverletzungen – insbesondere von Kreuzbandverletzungen – zunehmend an Bedeutung. Thomas Risolo erzählt: „Eine Vorbereitung ist erfolgreich, wenn die Spielerinnen schmerz- und verletzungsfrei sowie körperlich optimal vorbereitet in die Saison starten.“ Damit ist die Grundlage geschaffen, um sich während der Spielzeit weiterzuentwickeln und die nächsten Schritte zu gehen. Michaela Strauß nennt als Erfolgsindikator die Leistung in den letzten Spielminuten: „Eine erfolgreiche Vorbereitung zeigt sich unter anderem darin, dass die Mannschaft in der Schlussphase nur wenige Gegentore kassiert und im letzten Drittel des Spiels viele eigene Tore erzielt.“
Ob die Arbeit im Athletikbereich Wirkung zeigt, wird schließlich auf dem Platz sichtbar. Gerade im Juniorinnenbereich, in dem Gegnerinnen und Gegner körperlich überlegen sein können, müssen die Spielerinnen lernen, sich athletisch zu behaupten und ihre Fähigkeiten bestmöglich einzusetzen.
Für die Athletiktrainerinnen und Athletiktrainer liegt der besondere Reiz ihrer Arbeit in der Entwicklung der Juniorinnen. Über eine Saison hinweg sind die Fortschritte oft deutlich erkennbar. Über die Arbeit im Nachwuchsbereich sagt Michaela Strauß: „Es bereitet mir große Freude, den jungen Spielerinnen etwas für ihre Zukunft mit auf den Weg zu geben. Gleichzeitig geben mir ihre Begeisterung für den Fußball und ihre Identifikation mit der Eintracht Motivation.“ Tim Harris betont: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie schnell sich junge Spielerinnen entwickeln und wie am Ende der Saison eine völlig andere Spielerin vor einem steht.“ Genau diese Entwicklung – sportlich wie persönlich – macht die Arbeit mit den Juniorinnen wertvoll. Das sieht auch Thomas Risolo so: „Die enge Bindung zu den Spielerinnen und das Vertrauen, das über die Zeit entsteht, machen meine Arbeit besonders. Sie auf ihrem sportlichen und persönlichen Weg zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuerleben, ist für mich die größte Erfüllung.”