Alles
Gude…
…Klaus Beverungen
DFB-Pokalfinale 1974. Austragungsdatum: 17. August. Nur
einmal nach Gründung der Bundesliga fand das Endspiel dieses Wettbewerbs später
statt, 1970 mit dem Sieger Kickers Offenbach. Die Gründe waren ähnlich, 1974
lag’s an der Weltmeisterschaft in Deutschland im Sommer. Das Finale der Saison
1973/74 zwischen Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV wurde somit in der
Vorbereitung zur Spielzeit 1974/75 ausgetragen. Die Eintracht begann dabei im
Ver gleich zum letzten Pflichtspiel der Vorsaison mit genau einem Zugang in der
Startelf: Klaus Beverungen.
Am 24. September wurde Beverungen 75 Jahre alt. Der gelernte
Großhandelskaufmann lebt seit vielen Jahren in Karlsruhe, wo er bis zu seiner
Pensionierung bei einer Versicherungsgesellschaft tätig war.
Bei der Eintracht ist sein Spitzname weiterhin präsent. Als
„Beve“ kennt man in der Eintracht-Familie Axel Hoffmann, der Autor
verschiedener Eintracht-Bücher und Waldtribünen Moderator an jedem Spieltag vor
dem Museum gab sich einst diesen sogenannten Nicknamen im Eintracht-Forum.
Verbunden damit ist Hoffmanns erster Besuch eines Eintracht-Spiels vor fast
genau 50 Jahren, als die Adlerträger den DFB-Pokalsieger von 1970 mit 1:0
besiegten. Schütze des goldenen Tores war ein gewisser Klaus Beverungen, es war
eines seiner 24 Tore für die Eintracht in drei Wettbewerben.
Er lief in der Bundesliga (61), im DFB-Pokal (12) und im
Europapokal der Pokalsieger (12) für die Eintracht auf. 1977 wechselte er zum
FC St. Pauli, ehe seine Karriere, die einst 1970 in seiner Geburtsstadt
Gelsenkirchen mit dem Wechsel zum FC Schalke 04 Fahrt aufgenommen hatte, über
den Zweitligazwischenstopp Westfalia Herne in Baden bei kleineren Klubs
ausklang.
…Oscar Corrochano
Emotionale Woche für Oscar Corrochano Anfang September.
Zunächst feierte der ehemalige Spieler und Trainer bei der Eintracht am 6.
September seinen 50. Geburtstag, nur wenige Tage später kehrte er zu seinem
Heimatverein VfB 06 Großauheim zu einem besonderen Spiel zurück. Bei der Partie
zwischen der Ü40 des Gastgebers und der Tradi im Rahmen von „Eintracht in der
Region“ lief er in beiden Teams auf, am Mikrofon in der Halbzeitpause zeigte er
sich zudem sehr ergriffen. Sein ehemaliger Trainer Heinz Hofmann, der „Charly
Körbel Großauheims“, sei schwer erkrankt, man habe ihm jedoch diesen
Eintracht-Tag im Hanauer Stadtteil zu verdanken. Corrochano fiel in diesem
Moment jedes Wort schwer, es zeigte die Verbundenheit zu Hofmann und zu
Großauheim.
Corrochano lebt mittlerweile in der Nähe von Heidelberg und
trainiert aktuell die U15 des 1. FC Heidenheim. Im März 2012 hatte er gemeinsam
mit weiteren Ex-Spielern wie Stefan Effenberg und Mehmet Scholl die Prüfung zum
Fußballlehrer bestanden, er war seinerzeit seit sechs Jahren Trainer im
Nachwuchsbereich der Eintracht und coachte die U23. Es folgten Stationen als
Cheftrainer in Regensburg, bei U-Teams des ungarischen Fußballverbandes, Trier,
Lotte und Waldhof Mannheim II, vor dem Engagement in Heidenheim war er
Co-Trainer in Gaziantep und Sandhausen. Eine Funktion, die er auch bei der
deutschen U21 und bei Eintrachts Profis unter Armin Veh innehatte.
Als Spieler hatte er nach seinem Wechsel aus Großauheim, wo
er unweit des Sportgeländes aufgewachsen ist, zur Eintracht bei den
Adlerträgern zumeist in der U23 gespielt. Ein Zweitligaspiel steht in seiner
Vita, für die Eintracht am letzten Spieltag der Saison 1996/97. Zwischen 1999
und dem Karriereende 2006 folgten Stationen bei Darmstadt 98, Kickers
Offenbach, erneut Eintrachts U23, Waldhof Mannheim und 1. FC Eschborn.