Fussball, Glaube, Vielfalt

Die Stadionkapelle der Eintracht verbindet Fußball, Kirche und gesellschaftliches Miteinander an einem besonderen Ort. Ein ehrenamtliches Team führt die Arbeit weiter und möchte die Kapelle künftig noch vielfältiger, interreligiöser und sichtbarer gestalten.

Stefanie Brauer-Noss, Karsten Böhm, Anja Bode, Peter Noss und Markus Schnepel gehören zu diesem neuen Team der Stadionkapelle, die sich in der Haupttribüne des Deutsche Bank Park befindet. Das Quintett organisiert Gottesdienste zu christlichen Taufen, Trauungen und Segnungen – und hat drei aktuelle Fragen beantwortet.

Wie sehen die Schwerpunkte der Arbeit für die Stadionkapelle aus?

„Wir sehen eine große Perspektive für die Religion. Ab kommendem Jahr möchten wir die Katholiken stärker mit einbeziehen. Ebenso spielt die interreligiöse Weiterentwicklung eine wichtige Rolle für uns. Die Eintracht hat schließlich eine bedeutende jüdische Geschichte, die wir stärker berücksichtigen möchten.“

Kirche und Stadion, wie bringt Ihr das zusammen?

„Wir versuchen, insbesondere Kindern und Jugendlichen zu zeigen, welche Gemeinsamkeiten es zwischen Sport und Religion gibt. Dafür bieten wir unter anderem abwechslungsreiche Tagesprogramme an. Dazu gehört der Besuch im Bibelerlebnismuseum in Frankfurt, anschließend können sie die Stadionkapelle kennenlernen und an einer Stadionführung teilnehmen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Programme ist dabei immer die Frage, was Sport und Glaube miteinander verbindet. Grundsätzlich können Sport und Religion viel voneinander lernen. Dazu möchten wir Vielfalt und Gleichberechtigung in der Stadionkapelle leben.“

Wie ist der Bezug zur Eintracht?

„Schon in der Bibel findet sich ein toller Bezug zur Eintracht. Dort steht geschrieben, dass es gut ist, wenn Geschwister in Eintracht zusammenwohnen. Darüber hinaus gibt es viele Gemeinsamkeiten in Bezug auf Gesänge und Choreos. Sowohl im Fußball als auch in der Kirche spielen gemeinsames Singen und Choreografien eine wichtige Rolle.“

10/09/1966

Es war ein historischer Tag im Frankfurter Waldstadion, der 10. September 1966. Erstmals wurde ein Weltmeisterschaftskampf im Schwergewichtsboxen in Deutschland ausgetragen, erstmals wurde eine Sportveranstaltung live per Satellit in Farbe übertragen. Muhammad Ali traf auf Karl Mildenberger aus Kaiserslautern, „The Greatest“ gegen „Milde“. 40.000 Zuschauer sahen, wie Ali durch Technischen K.o. in der zwölften Runde siegte und damit auch seinen 25. Kampf seiner Karriere erfolgreich bestritt.