Eintracht-News
Die Arolsen Archives „wandern“ zur Eintracht
Die Arolsen Archives sind das internationale Zentrum über
NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und
Überlebenden des NS. Die Sammlung mit Hinweisen zu 17,5 Millionen Menschen
gehört zum UNESCO Welterbe. Über 20.000 Anfragen werden jährlich von
Angehörigen und Wissenschaftlern gestellt. Am 15. Oktober wird die
Wanderausstellung #StolenMemory vor der Haupttribüne der Eintracht eröffnet.
Über Online-Datenbanken recherchieren hunderttausende
Menschen aus aller Welt in den Arolsen Archives. Seine Bestände sind auch für
die Recherchen des Eintracht Frankfurt Museums immer wieder eine wichtige
Forschungsquelle. Darin wurden schon Dokumente zu den Inhabern der Firma
Schlappeschneider, zum Eintracht-Spieler Julius Lehmann sowie zum unvergessenen
Helmut „Sonny“ Sonneberg gefunden.
Im Beisein von Karl-Heinz Körbel, Rudi Bommer,
Vorstandsmitglied Philipp Reschke, Philipp Guhlke von der Abteilung Fans und
Fankultur und den Museumsgeschäftsführern Rainer Falkenhain und Matthias Thoma
wurde kürzlich, vor dem Eintracht-Tag in Bad Arolsen, eine
Kooperationsvereinbarung zwischen den Arolsen Archives und Eintracht Frankfurt
unterzeichnet. Diese wird im Rahmen des siebten Spurensuche Projekts
thematisiert. Mit der Wanderausstellung versuchen die Arolsen Archives, ganz
persönliche Gegenstände von ehemaligen KZ-Häftlingen an deren Familien
zurückzugeben. In Frankfurt werden drei regionale „Effekten“ (Besitztümer)
ausgestellt, die Menschen bei der Verfolgung gestohlen wurden. Fans werden
aufgefordert, zu den vorgestellten persönlichen Gegenständen zu recherchieren
und in ihrem Umfeld nach Angehörigen zu suchen.
Die Ausstellung #stolenmemory ist in einem aufklappbaren
Überseecontainer untergebracht und steht bis 28. Oktober vor der Haupttribüne.
Das Eintracht Frankfurt Museum organisiert gemeinsam mit der Abteilung Fans und
Fankultur und dem Fritz Bauer Institut ein Begleitprogramm für Schulen und
Jugendgruppen.
Eine weitere Initiative ist das Mitmachprojekt
#everynamecounts. Hier können sich Interessierte an der Forschungsarbeit
beteiligen und von zu Hause aus an der Erfassung von Dokumenten zur Verfolgung
im NS beteiligen. Die Eingabe über eine Online-Maske ist einfach und intuitiv.
Termine im Museum
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22. Oktober, 19.30 Uhr, TzA „Transformation
2016“
Gemeinsam mit der Fan- und Förderabteilung
geht’s bei dieser Veranstaltung aus der Reihe „Tradition zum Anfassen“ (TzA) um
den dramatischen Klassenerhalt vor zehn Jahren. Zu Gast sind der damalige
Sportdirektor Bruno Hübner sowie die Spieler Marco Russ und Bastian Oczipka.
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5. November, 19.30 Uhr, Buchvorstellung „Der
Zauber des heiligen Rasens“
Fußballfans der 1970er bis 1990er Jahre
aufgepasst: Sascha Kurzrock hat all die Sachen zusammengetragen, die junge
Fußballfans einst an Losbuden und Schießständen gewonnen haben. Heute stellt er
sei ne Sammlung im Museum vor.