Anlass dieses Stammtischs war die Vergangenheit des Trios
beim Hamburger SV und die Tatsache, dass der Traditionsklub aus der Hansestadt
Ende Oktober beziehungsweise Anfang November binnen weniger Tage gleich zweimal
Gegner der Eintracht ist. So ist das Trio, das wir noch, wenn es terminlich
gepasst hätte, durchaus hätten erweitern können (Alex Meier, Uli Stein, Kim
Kulig, um nur einige zu nennen), Experte auf beiden Seiten.
Während Mia Büchele im etwas kleineren Stil Werbung für
unsere Eintracht Frauen machen konnte, die übrigens ebenso demnächst auf den
Hamburger SV treffen, ist Erëleta Memeti unsere Adlerträgerin und damit schon
auf dem Cover sehr präsent. Am gemeinsamen Tag in Frankfurt merkt man der
27-jährigen Offensivspielerin an, dass sie sich in der Mainmetropole pudelwohl
fühlt. Egal ob beim Töpfern, beim Essen aus der Balkanküche oder beim Kicken im
Käfig, die kosovarisch-deutsche Adlerträgerin hat einfach Spaß, lacht viel und
blickt sehr reflektiert auf das eigene Leben. Die Reportage über den Tag mit
Memeti gibt’s ab Seite 26.
Kurios in der Vita von Memeti ist dabei sicherlich, dass sie
in der Jugend nie höherklassig gespielt hat, weil sie diese komplett bei den
Jungs verbracht hat. Anders sieht es bei Jeremiaha Maluze und Niklas Scheller
aus, die aktuell im Nachwuchsleistungszentrum spielen (Scheller)
beziehungsweise von dort über die U21 den Sprung in die Mannschaft von Adi
Hütter geschafft haben (Maluze). Mit einer gemeinsamen Story zeigen wir zwei
Wege in den Profibereich auf.
Bei einem Verein mit über 160.000 Mitgliedern, deren Aktive
in fast 60 Sportarten tagtäglich ihrem Sport nachgehen, ist es natürlich kein
Wunder, dass ein Jubiläum oder Erfolg den nächsten jagt. Die Sportakrobatik
feierte die erste WM-Medaille bei der Eintracht überhaupt; auch in der
Leichtathletik liegt eine vielversprechende Saison hinter unseren
Adlerträgerinnen und Adlerträgern, die wir in der Hall of Fame wieder
verewigen.
Auch in der Kampfsport-Abteilung gibt es bei uns eine lange
Geschichte zu erzählen. Judo, Karate und Vovinam haben bei der ehemaligen SG
Nied eine jahrzehntelange Tradition und sind seit der Fusion 2021 Teil unserer
Eintracht. Im Fokusthema dieser Ausgabe ab Seite 80 werfen wir einen Blick auf
die Entwicklung, sprechen mit Abteilungsleiter Niko Föller über seine
Erfahrungen und die heutige Kampfsport-Abteilung, lernen Karateka Tina
Dannenberg und ihren sportlichen Weg kennen und bringen mit „Eintracht
erklärt’s“ einige Besonderheiten aus Judo, Karate und Vovinam näher. Kampfsport
ist dabei weit mehr als Würfe, Tritte und Schläge – es geht auch um Disziplin,
Respekt, Technik und den eigenen Weg. Eine – mal wieder – pickepackevolle
Ausgabe!
Eure „Eintracht vom Main“-Redaktion