Stein und
Bein, Meier und 74er-Feier
Die Eintracht hat den Doppelpack gegen den HSV vor der
Brust, am 27. Oktober im DFB-Pokal auswärts und am Sonntag darauf, 1. November,
im Deutsche Bank Park in der Liga. Fünf sportliche und kuriose Zahlen zu den
Duellen gegen die Norddeutschen.
1974
Den ersten DFB-Pokalsieg der Vereinsgeschichte tütete die
Eintracht 1974 ein, gegen den HSV! 3:1 stand es nach Verlängerung. Gert
Trinklein (40.), Bernd Hölzenbein (95.) und Wolfgang Kraus (115.) netzten.
Legendär ist Grabis Jubel im Campari-Trikot des HSV, der ihm dem Vernehmen nach
eine Dankeschön-Post von dem Getränkehersteller einbrachte … Erinnert sei an
dieser Stelle an einen großen HSV-Spieler, der kürzlich verstorben ist und
damals, an jenem 17. August 1974, auf dem Platz stand: Peter „Eiche“ Nogly, der
79 Jahre alt wurde. Nur Uwe Seeler hat in der Vereinsgeschichte des HSV öfter
die Kapitänsbinde getragen.
452
Na das gibt’s doch nicht! Vier Spiele mehr für den HSV als
für die Eintracht hat Torhüter Uli Stein bestritten, insgesamt waren es 452
(224 SGE, 228 HSV). Vier weitere ehemalige Adler- und Rautenträger kommen auf
über 200 Spiele in Summe: 274 Alexander Meier (270+4), 243 Mehdi Mahdavikia
(32+211), 223 Anthony Yeboah (123+100), 202 Uwe Bein (150+52). Filip Kostic
(129+61) fehlen bis zu dieser Marke noch zehn Partien, und seine Karriere ist
noch nicht zu Ende …
16
So kurz wie nie zuvor ist die Pause zwischen zwei Duellen
gegen den HSV in diesem Jahr, nur vier Tage sind es. 16 waren es 1970, und das
aus einem nicht alltäglichen Grund. Da die WM 1970 bereits Ende Mai begann,
wurde der DFB-Pokal 1969/70 ab dem Achtelfinale in der Sommerpause ausgespielt.
Die Eintracht besiegte den HSV wie oben erwähnt am 29. Juli mit 2:0, bereits am
ersten Spieltag der Saison 1970/71, nur 18 Tage später trafen sich beide Teams
im Waldstadion wieder (0:0).
7
Diese Auswärtsbilanz in den vergangenen Jahren kann sich
sehen lassen. Sieben Spiele in Folge hat die Eintracht nicht verloren in
Hamburg, dabei gab’s sogar vier Siege. Die letzte Niederlage setzte es damit in
der Saison, als die Eintracht zu vor den HSV aus dem Pokal manövriert hatte:
2010/11, der HSV wurde seinerzeit von Armin Veh trainiert, und wieder spielte
Mladen Petric eine Rolle. Er markierte das goldene Tor.
3:0
Die Bilanz ist makellos: Dreimal traf die Eintracht im DFB-
Pokal auf den Hamburger SV, dreimal hatten die Adlerträger das bessere Ende für
sich. Nicht nur 1974 beim DFB-Pokalsieg in Düsseldorf, sondern auch 1970 beim
Achtelfinal-2:0 (Nickel, Grabowski) und 2010 – übrigens am 27. Oktober – beim
furiosen 5:2-Erfolg in der zweiten Runde. Vor genau 16 Jahren trafen Caio,
Gekas (2) und Altintop vom Punkt, Petric verkürzte zwei mal – traf aber auch
ins eigene Netz.