16 Tage, 15 Nationalspieler

Der von der FIFA reformierte Fußballkalender brachte im Herbst eine dreiwöchige Ligaunterbrechung mit sich. Konkret dauerte die Länderspielpause 16 Tage, was die Größenbezeichnung XXL mehr als salonfähig machte. Nahezu so viele Tage wie Eintracht-Profis freuten sich über Einladungen zur Nationalmannschaft. Von Freundschaftspokalen bis Qualifikationsfreuden war alles dabei. Ein Abriss.

Deutschland: Atubolu, Burkhardt, Ebnoutalib

„Es gibt vier von Jürgen Klopp nominierte Stürmer. Nur zwei kommen aus der Bundesliga: Jonny Burkardt und Younes Ebnoutalib.“ Beobachtet und formuliert hat diese 50-Prozent-Quote niemand Geringeres als Béla Réthy im Eintracht-Podcast. Ebnoutalib gab auswärts gegen die Niederlande seinen Einstand als doppelter Adlerträger und spielte im zweiten Spiel gegen Griechenland durch. Zwischendurch an der Seite des frühzeitig zum Kader zwei nachgereisten Jonathan Burkardt, der im Rückspiel beim 0:0 gegen Thessaloniki sein eigentlich erstes A-Länderspieltor bejubelte, was VAR und Schiedsrichter aber einkassierten. Mehr zur einträchtigen Doppelspitze auf Seite 6. Noah Atubolu blieb ohne Einsatz.

Deutschland U21: Aseko, Baum, Collins

4:0 gegen Lettland, 4:1 gegen Malta, einen Spieltag vor Schluss und am Tag des Redaktionsschlusses dieser Ausgabe lag die U21-Auswahl des DFB mit den Noel Aseko und Elias Baum auf Platz eins ihrer EM-Qualifikationsgruppe. Für das entscheidende Spiel um den direkten Einzug in die Endrunde gegen Georgien reiste außerdem Nnamdi Collins nach.

Schweden U19: Arrhov

In der Bundesliga wartet Love Arrhov seit drei Spielen auf einen Einsatz, für die schwedische U19 trumpfte das Mittelfeldtalent auf. Zwei Vorlagen beim 2:1 gegen die Ukraine, je ein Tor gegen Finnland (2:2) und Tschechien (2:1).

Dänemark U21: Højlund

Auch Oscar Højlund ist im Rennen um die U21-Kontinentalkämpfe. Seine Auswahl Dänemark führte gegen Belarus (2:0) und Österreich (1:1) er als Kapitän auf den Platz.

Dänemark U19:

Spielführer von Danish Dynamite ist ebenso Malik Pimpong. Der 18-jährige Stürmer unterlag mit den U19-Junioren Österreich mit 0:1. Beim 3:3 gegen Portugal spielte er nicht.

Nigeria: Onyedika

Stammkraft im Klub, diesmal Teilzeitarbeiter in der Africa-Cup-Quali: Raphael Onyedika blieb beim 2:1 gegen Madagaskar ohne Einsatz und kam beim 0:3 gegen Guinea von der Bank.

Algerien: Chaibi

3:1 gegen Sambia – durchgespielt. 2:2 nach 0:2 gegen Farès Chaibi. Punkte für die AFCON-Quali und für die Moral, zumal der Adler bei der Punkteteilung versehentlich ins eigene Tor traf.

Japan U23: Kosugi

Entscheidenden Anteil hatte, wenn auch im Asien-Cup-Finale nicht auf dem Feld, Keita Kosugi. Der Linksverteidiger gab im Halbfinale gegen Usbekistan kurz vor Ende der regulären Spielzeit die Vorlage zum 1:1-Ausgleich. Später verwandelte er den entscheidenden Elfmeter für die U23.

Japan: Doan

In aller Freundschaft und doch was zu feiern. Ritsu Doan nahm mit Japan an einem von einer japanischen Brauerei organisierten Pokalwettbewerb teil. Im Endspiel gelang der Nippon-Captain der 2:1-Siegtreffer gegen Neuseeland.

Türkei: Uzun

Null Punkte nach vier Spielen in der UEFA Nations League für die Türkei. Can Uzun war zwei Mal in der Startelf gefragt. Beim 1:4 gegen Italien gab’s ein Minijubiläum: Länderspiel zehn für den Zehner der SGE.

Bosnien und Herzegowina U21: Siljevic

Debüt für die U21-Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina. Allerdings auch mit einem weinenden Auge für den 19-jährigen Keeper. Euro-Quali-Spitzenreiter Norwegen gewann 6:1.