Die
Pokalgeschichte geht weiter
K.-o.-Spiele, besondere Gegner und die Chance, sich auf
nationaler Bühne zu beweisen: Der DFB-Pokal der B-Juniorinnen verspricht auch
in seiner dritten Auflage spannende Duelle.
Text:
Selina Marker
Fotos:
Peer Neumann, Selina Marker
Für die U17-Juniorinnen der Eintracht steht zum Auftakt in
den Wettbewerb ein Auswärtsspiel auf dem Programm. Mit dem VfR Wormatia 08
Worms wartet dabei ein Gegner, der erstmals in der Vereinsgeschichte im
DFB-Pokal der Juniorinnen antritt. Ende Oktober fällt damit der Startschuss für
den nächsten Pokallauf der Adlerträgerinnen.
Die Geschichte des Wettbewerbs ist dabei noch
vergleichsweise kurz. Zur Saison 2024/25 löste der DFB-Pokal der Juniorinnen
die bis dahin bestehende dreigleisige B-Juniorinnen-Bundesliga ab. Neben dem
regionalen Ligabetrieb, in den die Mannschaften übergingen, sollte auf
Bundesebene eine zusätzliche Plattform für den Mädchenfußball entstehen und den
Nachwuchsspielerinnen die Möglichkeit geben, sich mit den besten Mannschaften
Deutschlands zu messen.
Seitdem gehören die B-Juniorinnen-Mannschaften der Vereine
aus der Frauen-Bundesliga und Zweiten Frauen-Bundesliga ebenso zum
Teilnehmerfeld wie jeweils eine von den Lan desverbänden gemeldete Mannschaft.
Hinzu kommen die Regionalliga-Meister der vorherigen Spielzeit. Insgesamt
nehmen 48 Mannschaften am Wettbewerb teil. Gespielt wird im K.-o.-Modus. Steht
nach der regulären Spielzeit von zweimal 40 Minuten kein Sieger fest, folgt
eine Verlängerung über zweimal zehn Minuten. Sollte auch danach keine
Entscheidung gefallen sein, entscheidet das Elfmeterschießen.
Für die Mannschaft mit dem Adler auf der Brust ist der DFB
Pokal dabei längst zu einem besonderen Wettbewerb geworden. In der ersten
Saison 2024/25 stiegen die Mädels in der zweiten Runde ein und feierten mit
einem 10:0 gegen den SV Kottweiler-Schwanden einen deutlichen Auftaktsieg. Im
Achtelfinale setzte sich das Team dann beim 1. FC Nürnberg mit 4:3 nach
Elfmeterschießen durch. Erst im Viertelfinale endete die Pokalreise. Gegen den
FC Carl Zeiss Jena unterlagen die Frankfurterinnen zu Hause knapp mit 1:2. Den
ersten Titel der noch jungen Wettbewerbsgeschichte sicherte sich am Ende die
TSG Hoffenheim.
Auch in der vergangenen Saison starteten die
Adlerträgerinnen direkt in der zweiten Runde und trafen dort erneut auf den SV
Kottweiler-Schwanden. Diesmal gelang auswärts ein 8:1-Erfolg. Im Achtelfinale
wartete anschließend der VfB Stuttgart. Gegen die späteren Pokalsiegerinnen war
für die Juniorinnen Endstation.
Für die Eintrachtlerinnen geht es im DFB-Pokal allerdings um
mehr als das reine Weiterkommen. Die Begegnungen bieten den B-Juniorinnen die
perfekte Möglichkeit, sich mit anderen Top-Nachwuchsteams zu messen und die
eigene Entwicklung unter Wettbewerbsbedingungen zu überprüfen. „Der DFB Pokal
ist für uns in den Juniorinnenmannschaften ein absolutes Highlight“, sagt
Jürgen Müller, Abteilungsleiter Fußball.
„Die Spiele geben uns wichtige Hinweise darauf, ob wir mit
unserer Ausbildung und Entwicklung der Nachwuchsspiele rinnen auf dem richtigen
Weg sind“, führt Müller weiter aus. Der direkte Vergleich mit anderen Topteams
aus ganz Deutschland zeige dabei sowohl die eigenen Stärken als auch Bereiche
auf, in denen noch Entwicklungspotenzial besteht. Gleichzeitig ist die
sportliche Zielsetzung klar: „Natürlich wollen wir uns bestmöglich präsentieren
und unser Ziel ist es, so weit wie möglich zu kommen. Am Ende träumen wir alle
davon, ins Finale einzuziehen.“
Mit dem VfR Wormatia 08 wartet in der zweiten Runde nun ein
Gegner, der in dieser Saison erstmals auf der nationalen Pokalbühne steht. Die
Wormserinnen spielen normalerweise in der B-Juniorinnen-Regionalliga Süd- west
und treffen dort unter anderem auf den 1. FSV Mainz 05, die SV Elversberg und
den 1. FC Saarbrücken. In der ersten Runde setzten sie sich mit 5:0 gegen den
Oberkasseler FV durch.
Voraussichtlich am 31. Oktober geht es für die
Eintrachtlerinnen damit an die Alzeyer Straße in Worms, die Heimspielstätte des
VfR. „Mit Wormatia Worms erwartet uns ein interessanter Gegner und dazu ein
Auswärtsspiel“, blickt U17-Trainer Christian Yarussi auf das Duell. „Wir werden
diese Aufgabe mit dem nötigen Respekt angehen, wollen uns aber vor allem auf
unsere eigenen Stärken konzentrieren. Unser Ziel ist es, auch dort den Fußball
zu zeigen, an dem wir Woche für Woche arbeiten, mutig aufzutreten und unseren
eigenen Stil auf den Platz zu bringen“, so der Übungsleiter.