sen in Verbindung zu bringen, dass wir eine gute Rolle spielen im oberen Tabel- lenbereich. Wir haben mit Alessandro Gaul Souza, Marvin Dills und Nilo Neuen- dorff drei U19-Spieler fest im U21-Kader. Es herrscht eine gute Mentalität und eine gute Stimmung im Team. Dabei kommt die Aufgabe auf uns zu, diese Jungs alle weiterzuentwickeln und unserem Ziel treu zu bleiben, sie in den Profifußball zu bringen. Die U19 spielt wieder die DFB-Nach- wuchsliga. Was wäre ein Ziel, das du dafür ausgibst, oder gibt es in diesen Jahrgängen nicht unbedingt ein defi- nierbares Ziel, weil wir uns am Ausbil- dungsgedanken orientieren? Da muss man schon beides zusammen sehen. Der Ausbildungsgedanke schließt nicht aus, dass wir Spiele gewinnen. Ich werde nicht müde, das immer wieder zu betonen, weil ich auch von der gesamten Atmosphäre her ein NLZ leiten möchte, in dem wir Spiele gewinnen wollen. Wenn wir uns in der Trainingswoche befinden, dann müssen wir wissen, wo der Fokus liegt. Wenn es dann am Wochenende in den Wettkampf geht, muss ganz klar sein, dass die Mentalität auf dem Platz stimmt, die Ausbildungsinhalte zu sehen sind und die Mannschaften spielen wol- len. „Es sind so einige im Anmarsch, bei denen es in den nächsten ein bis zwei Jahren natürlich darum GEHEN WIRD, wo die Reise hingeht“ Die U19 spielt auch noch die UEFA Youth League und den DFB-Pokal der Junioren, also drei Wettbewerbe. Wie blickst du auf die neue A-Junioren-Sai- son? Für die Youth League ist es – jetzt, da wir noch in der Anfangsphase sind – viel or- ganisatorischer Aufwand. Wir spielen die ersten sechs Spiele parallel mit den Profis, aber danach nicht mehr. Wir müs- sen Kader planen – wer darf spielen, wer darf nicht spielen. Am Ende diese inter- nationale Erfahrung zu sammeln, ist schon überragend. Den Austausch dort zu haben, davon wollen wir profitieren, uns unterhalten mit den Gegnern – was machen sie, wie bilden sie aus? Vielleicht ein paar Sachen für uns mitnehmen. Doch wir dürfen auch die anderen Wett- bewerbe nicht vernachlässigen. Ich bin der Meinung, dass die Jungs das hinbe- kommen müssen, alle drei Tage zu spie- len. Wir haben englische Wochen. Das macht Spaß. Das wollen die Jungs, da haben sie Bock drauf. Die Freude und das Positive müssen überwiegen. Aber un- sere Athletikabteilung hat da ein genaues Auge drauf, welcher Spieler wie viel Be- lastung verträgt. Jetzt schwirren immer mal ein paar Na- men herum, wer denn der Nächste sein könnte, der vom Riederwald herausge- bracht wird. Willst du unseren Ein- tracht-Fans verraten, auf wen man ein besonderes Auge werfen sollte? Da tue ich mich schwer, Namen zu nen- nen. Da sind echt einige. Der ein oder an- dere ist schon aufgepoppt bei Testspie- len der Profis in den letzten Wochen und Monaten. Sie sind viel im Profi-Training, weil wir da eine enge Verbindung zu Dino Toppmüller haben. Es weiß mittlerweile jeder, dass die Eintracht darauf setzt. Ich kann nur sagen, es sind so einige im An- marsch, bei denen es in den nächsten ein bis zwei Jahren natürlich darum gehen wird, wo die Reise hingeht. Blicken wir ein bisschen über den Profi- fußball hinaus: Von der U17 abwärts gibt es viele Neuzugänge aus den Ko- operationsvereinen. Ist das in der Aus- bildungsstruktur auch ein Thema, um uns in der Region zu verbessern, um mehr Spieler aus der Region zu holen, oder wie siehst du dieses Konstrukt? Ja, unsere Mission umzusetzen, Spieler aus der Region ins Stadion zu bringen oder zu Profis zu machen, hängt sehr mit diesen Partnervereinen zusammen, die für uns die Region scouten, die Spieler verpflichten, für die die Strecke eventuell zu weit ist, oder die von ihrem Leistungs- vermögen noch nicht ganz so weit sind. Wir sind auf einem guten Weg, noch zwei bis drei weitere Partnervereine dazuzu- nehmen, um die geografische Region rund um Frankfurt abzudecken. Die Ko- operationsvereine sind ein sehr wichti- ger Partner für uns. Das ist ein guter Übergang, um noch einmal über den Kinderfußball zu spre- chen. Eine Maßnahme besteht in der unser Sport / Fokus Ausbildungsgarantie, die wir jungen Spielern – auch denen, die von Koope- rationsvereinen kommen – erteilen, um der Fluktuation entgegenzuwirken und der Entwicklung einen gewissen Raum zu geben. Kannst du noch einmal erklä- ren, was es damit auf sich hat und wie die Eltern das aufnehmen, weil die Kin- der in dem Alter den Fokus tatsächlich stark auf den Fußball legen. Die Kinder sind zwischen acht und zehn Jahre alt. Wir dürfen ihnen da nicht den ersten Schlag versetzen, indem wir sa- gen, dass es nicht gereicht hat und wir sie wieder wegschicken. Das kannst du im Kinderfußball nicht machen. Daher ist ein Topscouting umso wichtiger. Wir ermit- teln schon vorher über die Partnerverei- ne und über datenbasierte Systeme, wel- che zwanzig Neunjährigen wir denn nächstes Jahr mit dazunehmen, die dann von uns eine Ausbildungsgarantie für drei Jahre bekommen. Das heißt nicht, dass du nicht punktuell mal jemanden da- zuholen kannst, aber ich möchte nicht das Gefühl vermitteln, im NLZ musst du Leistung bringen, sonst schmeißen wir dich wieder raus. Wenn wir ein Jahr vorausschauen, was würde dich freuen, in einem Jahr zum Saisonabschluss-Interview sagen zu können? Ziel eins ist, dass mindestens zwei Spie- ler Einsätze im Bundesligateam hatten und ich das mit den NLZ-Mitarbeitern und -Mitarbeiterinnen feiern kann. Das ist für uns immer die höchste Auszeich- nung, die wir im NLZ erhalten können. Und Ziel zwei ist, was ich schon oft ge- sagt habe, dass wir vernünftige Fußball- plätze bekommen, auf denen wir trainie- ren können. Drei oder vier wären gut. Ich weiß aber auch, dass viel im Gange ist, dass unser Präsident da zusammen mit dem Vorstand viel vorantreibt. Und wenn diese Plätze demnächst entstehen, dann kommen da auch noch mehr Spieler raus. Da sind wir glaube ich auf einem richtig guten Weg. Diese beiden Dinge möchte ich gerne am Saisonende feiern. Dann werden wir dich am Saisonende daraufhin prüfen und wünschen allen viel Erfolg in der neuen Saison. Vielen Dank! Video im E-Magazin 71 K L U B M A G A Z I N