Merchandise
Die Kollegen aus dem Museum, die diese Rubrik federführend gestalten, staunen immer wieder, was man in den Eintracht-Fanshops alles kaufen kann. Waren einst Bettwäsche und Socken mit Adler merchandisetechnische Sensationen, gibt es heute im Shop sogar Gullideckel und Insektenhotels. Alles mit dem Eintracht-Logo. Die EvM-Redaktion hat in die jüngere und ältere Geschichte geschaut und einige Schmankerl ausgepackt. Denn auch unsere Fanartikelvorfahren waren kreativ!

Raucht die Eintracht-Zigarette
Da müssen wir weit zurückgehen. Vor 100 Jahren vertrieben Merz & Richraths die „Eintracht-Zigarette. Die gab‘s am Schillerplatz 9, der Kaufmann Merz hieß mit Vornamen übrigens Friedrich. Eintracht-Zigaretten gab es von verschiedenen Herstellern vor allem in den 1920er Jahren. Heute weist die Redaktion lieber darauf hin, dass Rauchen ungesund ist. Und teuer! Eine historische Eintracht-Zigarette hätte das Museum trotzdem gerne in seiner Sammlung.

Kauft im Eintracht-Shop!
1977 eröffnete Bernd Nickel mit dem Eintracht-Shop den ersten Fanartikelladen Deutschlands. Damals gab‘s in der Bethmannstraße innovative Fanartikel der SGE, erstmals sogar bedruckte T-Shirts. Fans anderer Vereine fanden hier auch Fahnen, Aufkleber und Schals. Und Gasdruckfanfare, die in dieser Zeit modern wurden und für eine ganz spezielle Stadionakustik sorgten.

Hirtenbeutel und Plastikschals
Anfang der 1980er Jahre wurden schon kleine Kinder als Werbeträger gescoutet. Der arme Bub links bekam den unbequemen Plastikschal um, den man um den Hals knicken musste. Der Junge in der Mitte schaut mit seinem schicken T-Shirt schon zufriedener und das rechte Kind hatte den Joker gezogen: Die coole Eintracht-Kappe für 3,95 DM auf dem Kopf und umgehängt die hippe Hirtentasche. Aber bei aller Begeisterung für die Kids: Vor dem Foto hätte man das Kinderzimmer ja bitte mal aufräumen können!

Schlimme Shirts
Auch kurzfristig produzierte Shirts müssen beworben werden. Es hätte das schönste T-Shirt ever werden können. Hätte, wenn und aber: Leider bleibt beim Betrachten des Bildes ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Die Ohrringe sehen aber supi-dupi aus.

Eine Yeboah-Puppe
In den 1990er Jahren kam ein findiger Geschäftsmann auf die Idee, Puppen von Eintracht-Stars zu basteln. Die ersten Püppchen gabs von Uwe Bein, Maurizio Gaudino und Tony Yeboah. Der Original-Tony schaut bei der Präsentation relativ gelassen, aber weder er noch Uwe noch Mauri waren richtig glücklich mit den Darstellungen ihrer Schädel. Es wird vermutet, dass der Herr rechts im Bild der Produzent der Puppen war, er hätte sich zur Präsentation wenigstens eine ordentliche Krawatte anziehen können.

Fanboutique
In den 1990er Jahren wurde am Riederwald eine eigene Fanboutique eröffnet. Die Menschen standen Schlange für die Verkaufsschlager Eintracht-Sekt, Regenschirm und Teddybär. Das Fahrrad, das an den Wänden beworben wurde, war zu teuer und lief nicht so gut. Der arme Rainer Wohlgemuth hatte in der kleinen Bude kaum Platz, sich umzudrehen.

Fanartikel rund ums Stadion
Das Beste waren einst die Fanartikelhändler rund ums Stadion. An deren Ständen gab es alles: Aufnäher, Aufkleber, Schals, Fahnen, Pins, Regenschirme und Mützen. Der nette Verkäufer auf dem Foto steht mit seinem Stand bei einem Hallenturnier in der Festhalle. Man vermutet: Bochum, Kaiserslautern und Dresden haben auch mitgespielt. Vielleicht findet sich das eine oder andere Utensil am 29. März bei der Sammlerbörse im Museum (weitere Infos auf Seite 43) wieder. Schaut vorbei!