Fünf Neue
Die Eintracht hat sich im Winter mit fünf Spielern verstärkt. Drei von ihnen haben sich bereits in die Torschützenliste eingetragen, einer davon hat sich in seinem zweiten Einsatz verletzt. Der Schwede Love Arrhov ist bereits Mitte Mai vergangenen Jahres verpflichtet worden und nun zur Mannschaft gestoßen. Keita Kosugi wartet ebenso noch auf seinen ersten Einsatz in der Profimannschaft. Die Zu- und Abgänge in der Übersicht.
Love Arrhov
Schwedisches Talent
Einen Tag vor seinem 17. Geburtstag hat die Eintracht im vergangenen Frühjahr die Verpflichtung von Love Arrhov öffentlich gemacht. Der Schwede spielte bis Ende November noch bei seinem Heimatverein IF Brommapojkarna in der Allsvenskan, die ihre Spielzeit nach dem Kalenderjahr richtet. Mitte Dezember trainierte Arrhov erstmals bei den Adlerträgern mit, im Gastspiel beim 1. FC Union Berlin Anfang Februar stand er erstmals im Spieltagskader. In der Allsvenskan absolvierte der Mittelfeldspieler in der abgelaufenen Saison 20 Ligapartien, hinzu kamen im Kalenderjahr 2025 noch vier Cupspiele und acht Einsätze (sieben über die volle Distanz) für verschiedene U-Nationalmannschaften. Sportdirektor Timmo Hardung attestiert ihm „besondere Fähigkeiten am Ball“.
Keita Kosugi
Fleißig und filigran
Ebenfalls aus Schweden kommt Keita Kosugi, der im Alter von 17 Jahren den Sprung nach Europa wagte und aus seiner Heimat Japan zum Djurgardens IF nach Stockholm wechselte, für den er in 62 Pflichtspielen zwölf Scorerpunkte (5/7) beisteuerte. Er setzt damit eine japanische Tradition in Frankfurt fort, denn für keinen anderen Verein haben Japaner in der Bundesliga so viele Spiele absolviert wie für die Eintracht. Das Wichtigste sei, „hier anzukommen und mich einzuleben“, sagte er bei seiner Vorstellung Anfang Januar. Der Linksverteidiger ist wie Arrhov bis November in der Allsvenskan aufgelaufen, in der Bundesliga hat er erstmals gegen Dortmund zum Start 2026 im Kader gestanden. Auf Einsatzminuten wartet der 19-Jährige noch, in den Eagles11 (Seite 33) stellt er sich in dieser Ausgabe vor.
Verliehen wurden unterdessen im Wintertransferfenster Elye Wahi an OGC Nizza in dessen Heimat Frankreich, Jessic Ngankam an den Wolfsberger AC in Österreich und Noah Fenyö an den ungarischen Erstligisten Újpest FC. Aurèlio Buta hat die Eintracht nach dreieinhalb Jahren Richtung FC Kopenhagen verlassen.
Younes Ebnoutalib
Der Frankfurter Junge
Als er das erste Mal vor der Frankfurter Kurve jubelte, zeigte Younes Ebnoutalib die 4-3-9 – angelehnt an die Postleitzahl der Frankfurter Nordweststadt. Gegen Dortmund war das, als er von Kalimuendo auf die Reise geschickt wurde und in bester Stürmermanier vollendete. Was für eine Geschichte für den Frankfurter Jungen, der in der Jugend unter anderem in den Stadtteilen Kalbach, Heddernheim und Rödelheim (bei Rot-Weiss) kickte, in der Mainmetropole aufwuchs und ein Jahr zuvor noch in der Regionalliga beim FC Gießen spielte. „Ich musste vorhin die Tränen zurückhalten“, begegangen. Mittlerweile hatte der 22-Jährige nach dem großen Glück aber auch reichlich Pech, denn bei seinem zweiten Einsatz in der Partie gegen Stuttgart zog er sich eine Innenbandverletzung im Knie zu.
Arnaud Kalimuendo
Torjäger und Malocher
Bullig und kompakt, niedriger Körperschwerpunkt gepaart mit schnellem Antritt und damit schwer zu greifen für die gegnerischen Abwehrrecken, Torriecher und cleveres Bewegungsmuster im Strafraum, Malocher-Attitüde gegen den Ball: Arnaud Kalimuendo, ein Stürmer mit „Oberschenkeln wie Nachbars Elefant“, wie es die Kollegen im SGE-Podcast „Aufstehen mit der Eintracht“ umschrieben. Seine Qualitäten hat der 23-jährige Franzose rasch gezeigt. Assist in der ersten Partie gegen Dortmund, die Führungstreffer in Bremen und gegen Hoffenheim. In Frankreich hießen seine Stationen Paris Saint-Germain, RC Lens und Stade Rennais FC, ehe er im Sommer 2025 zu Nottingham Forest wechselte. Nach 14 Spielen für die Engländer zog es den 53-fachen Ligue-1-Torschützen nach Frankfurt, wo Sportvorstand Markus Krösche bei der Verpflichtung zugab: „Wir waren schon eine längere Zeit an ihm dran.“
Ayoube Amaimouni-Echghouyab
Der Stufenspringer
„Er hat ein sehr spannendes Profil und einen ebenso spannenden Werdegang: Oberliga, Regionalliga, Dritte Liga. Egal, auf welcher Stufe er gespielt hat: Er hat seine Qualitäten immer aufblitzen lassen“, sagt Sportdirektor Timmo Hardung. Das Zeitfenster, das der Eintracht-Sportdirektor zeichnet, ist knapp bemessen: Juli 2023, Oberliga Westfalen in Erkenschwick; Juli 2024, Regionalliga Südwest mit der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim; Juli 2025, Dritte Liga ebenso im Kraichgau; Januar 2026, Trainingsauftakt sieben Tage vor dem Bundesliga-Restart gegen Borussia Dortmund. Das erste Tor erzielte der 21-jährige gebürtige Spanier, der etwa eine Autostunde nördlich von Barcelona aufwuchs, bereits nach drei Minuten Spielzeit in Stuttgart. Der Flügelspieler hat bei seinen Einsätzen für die Eintracht schon gezeigt, dass er dribbelstark, torgefährlich und dynamisch ist.
Texte: Daniel Grawe, Stephan Weidemeyer, Michael Wiener
Fotos: Eintracht Frankfurt