EINE WUNDERVOLLE ITF-WOCHE
Internationales Flair, hochkarätige, spannende Spiele, einige Eintrachtler dabei und mit Lucas Gerch einen Sieger – das war das ITF-Weltranglistenturnier, das vom 7. bis zum 13. August 2023 auf der Tennisanlage am Riederwald stattfand.
Mit der Qualifikation am ersten Tag starteten gleich vier Adlerträger ins Turnier, die jedoch allesamt den ersten Turniertag nicht überstehen konnten. Nachdem Sven Corbinais im Eintracht-internen Duell mit Phil Dungs noch die erste Runde gemeistert hatte, ging es für Daniel Grey und Lars Schneider bereits in der ersten Qualifikationsrunde raus. Sven Corbinais hatte dann gegen den Schweden Hallquist Lithen das Nachsehen.
Mit dem Start ins Hauptfeld ging es tags darauf auch für die Wildcarder Julien Penzlin und Mihailo Milenkovic los. Die beiden Eintracht-Eigengewächse zeigten starke Leistungen, mussten sich aber gegen routinierte Gegner am Ende knapp geschlagen geben. Sebastian Fanselow siegte in Runde eins über drei Sätze gegen Rostislav Halfinger. Zwei Tage später wurde der einzig verbliebene Eintrachtler im Vorfeld seiner Zweitrundenpartie aufgrund eines Ligaspiels in Dänemark disqualifiziert.
Im weiteren Verlauf des Turniers überraschte ein Qualifikant besonders – der Ire Michael Agwi spielte sich bis ins Halbfinale, als gegen den späteren Turniersieger Lucas Gerch in einer engen Partie mit 4:6 4:6 Schluss war. Vorher kegelte der erst 19-Jährige die beiden gesetzten Spieler Imanol Lopez Morillo und Florian Broska aus dem Turnier.
Für den Finalisten Jakob Schnaitter wurde der Weg bis ins Endspiel zweimal begünstigt. Die Disqualifikation von Fanselow und die Aufgabe von Dominik Boehler im Halbfinale verkürzten den Weg ins Endspiel. Im Viertelfinale bugsierte Schnaitter noch den Georgier Aleksandre Metreveli aus dem Turnier. Turniersieger Lucas Gerch zeigte die komplette Woche hinweg eine herausragende Leistung – der gebürtige Berliner gab in all seinen Partien keinen einzigen Satz ab und holte am Ende souverän im Finale mit einem 6:4 6:1 gegen Jakob Schnaitter den Titel.
Bevor es allerdings am Sonntagmorgen mit dem Finale losging, stand noch ein besonderes Highlight auf dem Plan. In einem inklusiven Showdoppel duellierten sich die beiden Rollstuhltennisspieler Dirk Köhler und Carsten Strack gemeinsam mit Eintracht-Urgestein Armin Kraaz und Eintracht-Tennisspieler Julien Penzlin. Alle Vier zeigten auf eindrucksvolle Art und Weise, wie Inklusion auf dem Tennisplatz aussehen kann.
Nicht zu vergessen ist das
Doppelturnier, welches parallel zum Single-Turnier ausgetragen wurde. Dort
konnten sich das Duo Haerteis/Schell mit 7:6 6:2 im Finale gegen die beiden Holländer
Dax Donders und Niels Visker durchsetzen. Seht einige Impressionen der
spannenden Turnierwoche.