Dramatisches Finale
Als Aufsteiger in die Hessenliga gestartet, rechnete sich die zweite Herrenmannschaft nur geringe Chancen auf die Meisterschaft aus. Am Ende sollte es anders kommen.
Der Saisonstart verlief ganz und gar nicht nach den eigenen Vorstellungen. Gleich im ersten Spiel musste gegen die SG Anspach eine Niederlage hingenommen werden und auch in Kriftel gab es nur ein mageres Unentschieden. In der dritten Partie gab es dann den ersten Erfolg. Nach einem 3:4-Rückstand erkämpfte sich das Team noch einen knappen Sieg. Wie wichtig dieser werden sollte, zeigte sich im weiteren Saisonverlauf. Nach einem weiteren Punktverlust gegen Lorsch startete das Team endlich durch. Es folgten neun Siege in Serie, unter anderem wurde die TuS Nordenstadt, die am Ende den dritten Rang belegte, an den eigenen Platten geschlagen und die Eintracht rückte bis auf Platz zwei hinter Lokalmatador SV Viktoria Preußen Frankfurt vor. Mit einem Unentschieden und zwei weiteren Siegen übernahmen die Adlerträger die Tabellenspitze und führten mit einem Punkt Vorsprung, ehe es zum direkten Vergleich kommen sollte.
Das unmittelbare Duell der beiden Spitzenteams war dann nichts für schwache Nerven. Nach einer Punkteteilung in den beiden Doppeln, waren es die Gäste, die im vorderen Paarkreuz beide Punkte verbuchten. Mit 1:3 zwischenzeitlich in Rückstand geraten, zeigten die Adlerträger allerdings im hinteren Paarkreuz, dass sie so schnell nicht klein beigeben würden. Leon Pradler bezwang seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Willi Fagioli klar mit 3:0. Das Duell zwischen Max Lippmann und Sheng Wang war dagegen ein echter Krimi. Beim Stand von 13:13 im fünften Satz hatte der Adlerträger die besseren Nerven und stellte den 3:3-Gleichstand her. Leider musste Philipp Hoffmann sein Einzel verletzungsbedingt aufgeben und Alexander Krenz verlor gegen Ivan Sestak im fünften Satz – beim 3:5-Zwischenstand war klar: Die Eintracht musste die beiden letzten Einzel gewinnen, um eine Chance auf die Meisterschaft zu haben. Den ersten Schritt machte Leon Pradler. Er gewann 3:1 und hielt die (Eintracht)Hoffnungen am Le- ben. Die Entscheidung sollte also zwischen Max Lippmann und Willi Fagioli fallen. Nach vier engen Sätzen stand es 2:2 und der Entscheidungssatz war an Dramatik kaum zu überbieten. Immer wieder wechselte die Führung, die Ballwechsel schienen eine Ewigkeit zu dauern. Beim Stand von 9:9 zeigte Max Lippmann zum zweiten Mal an diesem Tag, dass er Nerven aus Drahtseilen besitzt. Mit 11:9 sicherte er der Eintracht das Unentschieden und die Tabellenführung.
In den letzten drei Partien erlaubte sich das Team keine Schwächen mehr und die Saison wurde mit einem Punkt Vorsprung vor der SV Viktoria Preußen Frankfurt abgeschlossen. Als Meister der Hessenliga ist die zweite Herrenmannschaft damit ebenfalls auf Bundesebene angekommen, und zwar in der Oberliga (5.Liga).