LIEBE EINTRACHTLER:INNEN,

nach den langen Monaten der Coronapandemie öffnen sich fast überall auf der Welt allmählich wieder die Türen. Und auch am Riederwald kehrt langsam das Leben zurück – behutsam und mit den so wichtigen Hygienemaßnahmen, schließlich ist die Pandemie nicht vorüber und nach wie vor Vorsicht geboten. Unsere jüngsten Talente aus dem Nachwuchsleistungszentrum dürfen wieder dem nachgehen, was sie am liebsten tun: mit ihren Mannschaftskameraden dem runden Leder nachjagen. Und auch unsere zahlreichen Abteilungen haben ihren Sportbetrieb wieder aufgenommen. Doch nicht nur im Sport ist der Startschuss gefallen, nach über einem Jahr Pause fand die erste Präsenzveranstaltung, eine Lesung mit Dragoslav Stepanovic und Andreas Möller, bei bestem Wetter und guter Laune im Riederwaldstadion statt. Ein gelungener Auftakt in den Sommer. Damit verbunden sind große Hoffnungen auf weitere Events.

Nicht nur am Riederwald herrscht emsiges Treiben, ebenso im Stadtwald läuft die Arbeit auf Hochtouren. Zwar befinden sich unsere Profis in ihrer wohlverdienten Sommerpause oder kämpfen noch bei der Europameisterschaft mit ihren Nationalmannschaften um das Weiterkommen, aber das bedeutet keineswegs Stillstand. Markus Krösche hat am 1. Juni seine Arbeit als neuer Sportvorstand aufgenommen und die ersten Tage genutzt, um die Eintracht mit ihren zahlreichen Mitarbeitern und dem Umfeld kennenzulernen, sich ein umfassendes Bild über unseren Klub zu machen und sich vorzustellen. Selbstverständlich möchte er auch im Klubmagazin die Gelegenheit nutzen, unsere wunderbare Eintracht-Familie zu begrüßen und Euch einen Einblick in seinen Werdegang zu geben. Markus bringt frischen Wind rein, wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm und natürlich auch mit seinem Referenten Ole Siegel sowie Timmo Hardung, dem Leiter der Lizenzabteilung. Herzlich willkommen!

In wenigen Tagen wird unser neues Trainerteam Oliver Glasner, Michael Angerschmid und Ronald Brunmayr ebenfalls die Arbeit aufnehmen. Wir sind überzeugt davon, mit diesen Personalien die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben, und sicher, unseren erfolgreichen Weg in der kommenden Saison gemeinsam fortsetzen und uns weiterentwickeln zu können. Wir freuen uns schon jetzt – und auch darauf, hoffentlich gemeinsam mit Euch wieder unvergessliche Europapokalnächte zu erleben.

Als wir vor einem Jahr die Ehe mit dem 1. FFC Frankfurt eingegangen sind, konnte keiner vorhersagen, wohin der Weg führen würde. Heute, nach einem Jahr, wissen wir: Die Fusion war die absolut richtige Entscheidung und wir können ein ausschließlich positives Fazit ziehen. Und damit meine ich vom Jugendbereich bis hin zu den Profis. Dass wir gleich im ersten Jahr als Eintracht Frankfurt Frauen ins DFB-Pokalfinale eingezogen sind, das hätten wir uns sicherlich alle vor einem Jahr kaum träumen lassen. Wir, die gesamte Eintracht-Familie, sind stolz auf unsere junge Truppe und darauf mit welchem Herz und mit welcher Leidenschaft sie dem erfahrenen Abonnementchampion aus Wolfsburg Paroli geboten hat. Das war unfassbar. Wenn man sich dann zwei Minuten vor dem Elfmeterschießen letztendlich dieses eine Tor fängt, wird Fußball grausam.

Was bleibt, ist aber unser unglaublicher Stolz! Mit ihren Auftritten in den Pokalspielen, aber auch in der Bundesliga, haben unsere Frauen zahlreiche Eintracht-Herzen erobert. Und ich bin mir sicher, wenn die Stadiontore wieder öffnen werden, werden auch sie die große Unterstützung durch unseren zwölften Mann beziehungsweise die zwölfte Frau erfahren. Dass aber auch noch unsere zweite Mannschaft in der Zweiten Bundesliga nach einem ungeheuren Kraftakt und einer großartigen Moral den Klassenerhalt geschafft hat, war ein sehr, sehr guter Abschluss für das erste Jahr nach der Fusion.

Trotz des ersten tollen Jahres und vielversprechender Zukunftsaussichten sollten wir unsere Ziele nicht zu hoch stecken. Die Konkurrenz ist in der Bundesliga sehr stark und wir möchten als Verein nicht nur kurzfristig erfolgreich sein, sondern lieber mittelfristig arbeiten und langsam einige Plätze in der Bundesliga nach oben klettern. Unsere Frauenfußballerinnen und auch unsere zahlreichen Talente, die bereits in den Startlöchern stehen, haben es aber mehr als verdient, nach diesem ersten Jahr in dieser Ausgabe im Fokus zu stehen.

Lasst uns gemeinsam zuversichtlich in die Zukunft blicken, uns auf kommende Wettbewerbe mit Zuschauern freuen – ob im Stadt- oder am Riederwald, im Stadion am Brentanobad oder in unseren zahlreichen Sportstätten in unserer Stadt.

Bleibt gesund!

Euer

Peter Fischer
Präsident