FREUNDESKREIS FÜRS LEBEN
Sechs ehemalige Spieler der 1959er Meistermannschaft sahen sich Mitte Juni erstmals seit über 14 Monaten wieder persönlich. Die Freude, an ganz alter Wirkungsstätte wenigstens etwas Stadionluft zu schnuppern, steht Erwin Stein, Egon Loy, István Sztáni, Hans Weilbächer, Dieter Stinka und Friedel Lutz ins Gesicht geschrieben.
Da sitzen sie. Lächeln um die Wette, schwelgen, schlemmen. Als wäre nichts gewesen. Viel war in den vergangenen 14 Monaten tatsächlich nicht los, weil nicht möglich. Beim DFB-Pokalspiel gegen Werder Bremen im März 2020 waren sich die Meisterspieler von 1959 zuletzt persönlich begegnet. Nun also das feierliche Wiedersehen, samt Gattinnen unter den Vordächern des Deutsche Bank Parks, vor den Toren des Museums. Auf Einladung von Matthias Thoma hat sich das historische halbe Dutzend, das im Rhein-Main-Gebiet heimisch geworden und bis heute geblieben ist, zusammengefunden. Alle fit, alle doppelt geimpft. Dem Revival der Legenden stand nichts mehr im Wege.
„Der Verein verwöhnt uns“ (István Sztáni)
Dabei haben die Mitarbeiter des Museums keine Kosten und Mühen gescheut: Über bunte Torten und herzhaftes Gebäck hinaus wartete auf die Geladenen sogar ein eigener Fahrservice. Von und nach Seckbach, Gelnhausen, Oberursel und wo sie alle herkamen. Es ist eines von vielen Details, welches die Meister sehr zu schätzen wissen. „Wir sind durch den Verein so gut betreut, haben bei Heimspielen eine eigene Loge, einen eigenen Parkplatz. Das ist wirklich lobenswert“, berichtet etwa Egon Loy. Dem kann sich István Sztáni nur anschließen: „Der Verein verwöhnt uns regelrecht, wir fühlen uns wohl.“ Damals wie heute demnach einzigartig: die gegenseitige Unterstützung. Generell trage die vielbeschworene Eintracht-Familie ihre Bezeichnung nicht umsonst. „Matze Thoma erkundigt sich regelmäßig bei uns, wie es uns geht. Daraus hat sich eine Freundschaft entwickelt“, zeigen sich Dieter Stinka und seine Frau dankbar für den gelebten Zusammenhalt.